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Wettbewerb Internationale Hochschule |
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Chefsache |
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Die Hochschule Reutlingen ist „Die Internationale Hochschule 2010“. Stifterverband und DAAD würdigten damit ein strategisches Konzept, das deutschen Studierenden den Auslandsaufenthalt näher bringt und ermöglicht.
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„Internationalisierung ist Chefsache!“, betonte Max Huber, Vizepräsident des DAAD, bei der Preisverleihung in Berlin. Diese Maxime sei der Schlüssel zum Erfolg der internationalen Aktivitäten der Hochschule Reutlingen. Sie erhielt den Preis „Die Internationale Hochschule“, der 2010 zum ersten Mal vom DAAD und Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vergeben wurde. Das Preisgeld beträgt 50.000 Euro.
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Die Preisträger aus Reutlingen überzeugten die Jury durch ihre Weltoffenheit in allen Studiengängen.
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| © David Ausserhofer/DAAD |
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Maßstab für erfolgreiche Internationalisierung war in diesem Jahr die Mobilität deutscher Studierender ins Ausland. Die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge an deutschen Hochschulen soll die internationale Mobilität erleichtern. Das ist das zentrale Anliegen des Bologna-Prozesses. Aber angesichts der verkürzten Studienzeiten tun sich manche Hochschulen noch schwer damit, auch das zeitweilige Studieren im Ausland zu fördern. „Der Preis soll die Hochschulen ermutigen, hier Spielräume zu schaffen und klare Strategien zu entwickeln“, sagte Max Huber. „Entscheidend ist, dass die Institutionen die Initiative für mehr Beweglichkeit ergreifen!“
Wie das gehen kann, macht die Hochschule Reutlingen vor. Internationalität gehört in der schwäbischen Kleinstadt zum Profil, seit dort Mitte des 19. Jahrhunderts eine Webschule mit Blick auf überregionale Märkte gegründet wurde. Überzeugt war die Jury vor allem von der Weltoffenheit in allen angebotenen Studiengängen. Die heutige Hochschule für Technik und Wirtschaft will möglichst alle Studierenden durch Auslandserfahrung auf die Anforderungen einer globalisierten Arbeitswelt exzellent vorbereiten. Der Präsident der Hochschule Reutlingen, Peter Nieß, zeigte sich selbstsicher: „Ein deutscher Ingenieur, der chinesisch spricht, wird heutzutage so schnell nicht arbeitslos.“
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Begegnung in Kairo: Der Reutlinger Student Amadeus van Lier gewann mit diesem Bild einen Fotowettbewerb der Hochschule zum Thema "Go out – Studieren weltweit!"
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| © Hochschule Reutlingen |
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Auslandssemester ohne Zeitverlust
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Die baden-württembergische Hochschule investiert daher viel in die Pflege von internationalen Partnerschaften, fördert intensive Sprachausbildung und wirbt Drittmittel für Austauschstipendien ein. 30 Prozent aller Professoren engagieren sich in Reutlingen aktiv für den Studierendenaustausch, indem sie Kontakte ins Ausland aufbauen und pflegen. Die Einbindung von Alumni in Beratung und Organisation gehört ebenso zum Erfolgskonzept wie die schwierige, aber ehrgeizige Übertragung von Austauschmodellen in den Wirtschaftswissenschaften auf den technischen Bereich. „Auslandskooperationen sind bei uns nichts Exklusives innerhalb von Fakultäten“, sagt Baldur Veit, Leiter des International Office an der Gewinnerhochschule. Rund 40 Prozent der Studierenden in den technischen Fächern gehen bereits bei voller Anerkennung der Studienleistungen ins Ausland. Langfristig setzt sich die Hochschule das Ziel, jedem Reutlinger Studierenden mindestens ein Semester ohne Zeitverlust im Ausland zu ermöglichen.
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DAAD-Generalsekretär Christian Bode (r.) im Gespräch mit Staatssekretär Georg Schütte
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| © David Ausserhofer/DAAD |
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Spannende Preisfragen
In die letzte Wettbewerbsrunde für den Preis „Internationale Hochschule 2010“ hatten es von 26 Bewerbern auch die Humboldt-Universität zu Berlin, die Universität Konstanz, die Europa Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und die private Hochschule WHU Otto Beisheim School of Management (Vallendar) geschafft – alle mit sehr unterschiedlichen Konzepten. „Das zeigt, welch großes Potential die Hochschulen haben, um Auslandssemester anzubieten“, sagte Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes. Der künftig jährlich ausgeschriebene Preis soll sie dazu ermuntern, ihre Konzepte zur Internationalisierung aktiv auszubauen. Einer der nächsten Wettbewerbe, so Max Huber, könnte sich zum Beispiel um folgende Frage drehen: Wie schaffen es deutsche Hochschulen, für Studierende und wissenschaftlichen Nachwuchs aus dem Ausland attraktiv zu sein? Aber auch die Internationalisierung der Lehre an deutschen Hochschulen wäre in Anbetracht von derzeit rund 30 Prozent mobilen Studierenden ein spannendes Thema. Ideen für Preisfragen werden so schnell nicht ausgehen.
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Autorin: Bettina Mittelstraß |
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Veröffentlichungsdatum: 16.03.2010 |
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